Winterzeit ist Strudelzeit. Egal ob süß oder herzhaft, wenns draußen schön knackig kalt ist, steigt meine Lust auf Mehlspeisen. Nicht umsonst gehören Germknödel und Co. zu den Klassikern der Hüttenträume. Ganz hoch im Kurs: Der klassische Apfelstrudel. Süß und fruchtig kommt er daher und wärmt Bauch und Herz von innen ❤

Apfelstrudel

Folgende Mengenangaben reichen für einen mittelgroßen Apfelstrudel. Sprich: als Hauptspeise serviert, werden drei Personen davon satt. Wenns die Süßspeise zum Nachtisch oder als Nachmittagssnack mit einer Kugel cremigen Vanilleeis geben soll, werdens dementsprechend etwa 6 Stücke.

Für den Teig

  • 170 g Mehl
  • 2+1 EL Öl
  • 80 ml warmes Wasser
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung

  • 30 g Rosinen
  • 3 EL brauner Rum
  • 30 g Mandelplättchen (anrösten ohne Fett)
  • 30 g Semmelbrösel
  • 30 g Butter (Semmelbrösel in zerlassener Butter rösten)
  • 30 g Zucker (dazugeben und abkühlen lassen)
  • 600 g Äpfel
  • ½ Zitrone, Saft davon
  • 30 g Zucker
  • 1/3 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Butter (zerlassen und Teig damit einpinseln)

Das Mehl zusammen mit 2 EL Rapsöl, 80 ml warmem Wasser und einer Prise Salz in eine Schüssel geben. Alles mit einem Löffel grob verrühren und anschließend mit den Händen zu einem glatten, gleichmäßigen Teig verkneten. Den fertigen Teig mit dem restlichen Öl rundherum einreiben, auf ein Schneidebrett setzen und unter einem heißen Topf mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Dazu vorher etwas Wasser im Topf aufkochen. Das Wasser ausschütten, den Topf kurz trocken wischen und ihn dann über den Strudelteig stülpen.

Strudel

Während der Ruhezeit kann dann schonmal die Füllung zubereitet werden. Dazu zunächst die Rosinen in den Rum einlegen und beiseite stellen. Die Mandelplättchen in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie goldbraun sind. Hier ist Vorsicht geboten, da die Mandeln sonst schnell verbrennen. Die gerösteten Mandeln in ein Schüsselchen füllen und ebenfalls beiseite stellen. Dann 30 g Butter in der Pfanne zerlassen und die Semmelbrösel darin ein paar Minuten rösten. Die Pfanne anschließend vom Herd ziehen, den Zucker zugeben, alles gut vermengen und abkühlen lassen.

600 g Äpfel vierteln, schälen, entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Apfelscheiben in eine große Schüssel geben und rundherum mit dem Saft einer halben Zitrone beträufeln. 30 g Zucker, etwas Zimt, eine Prise Salz, die gerösteten Mandeln und die Rosinen mitsamt dem Rum zu den Äpfeln hinzugeben und vermengen.

Jetzt kann auch schon mal der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt werden. Nun wird’s interessant. Das Rollen steht an. Damits möglichst einfach geht, zuerst ein sauberes Küchentuch großzügig bemehlen. Den Strudelteig mit bemehlten Händen etwas flach drücken und anschließend auf dem Küchentuch dünn ausrollen und mit den Händen vorsichtig zurecht ziehen. Der Teig sollte am rechteckig ausgerollt sein. Zu dünn solls aber auch nicht sein, damit der Strudel beim Rollen später nicht reißt. Am besten ihr verlasst euch auf euer Gefühl. Eine Größe von etwa 30x30cm könnt ihr aber als Richtwert nehmen.

Etwas Butter in der Mikrowelle schmelzen, 20 g sollten reichen. Den ausgerollten Strudel dann etwa mit der Hälfte der Butter einpinseln. Die Mischung mit den gerösteten Semmelbröseln auf der unteren Hälfte des Strudelteigs verteilen. Anschließend die Apfelfüllung auf den Semmelbröseln anhäufen, dabei unten und an den Rändern jeweils 3 cm Platz frei lassen. Die Ränder sodann über die Füllung klappen. Nun den Apfelstrudel vorsichtig von unten nach oben mithilfe des Küchentuchs einrollen. Mit der „Naht“ nach unten auf ein Backblech legen und auf mittlerer Schiene (bzw. der zweiten Schiene von unten, falls euer Backofen mehr als drei Einschubmöglichkeiten bietet) bei 200 Grad etwa 40 Minuten goldbraun backen.

Den fertig gebackenen Apfelstrudel aus dem Ofen nehmen, auf Tellern verteilen und vor dem Servieren mit reichlich Puderzucker bestäuben. Wenn ihr zum Apfelstrudel Vanillesauce mögt, passt das natürlich auch gut dazu, ich persönlich mag ihn aber lieber „pur“ oder mit einer kleinen Kugel Eis.

Apfelstrudel_Winter

Und, was meint ihr? Das Rollen verlangt zwar etwas Übung, aber ich finde der selbstgemachte Apfelstrudel schmeckt sehr viel besser als der fertige aus dem Supermarkt! Ausprobieren lohnt sich! J Und verzagt bitte nicht, wenns beim Rollen nicht auf Anhieb perfekt klappt. Auch bei mir ist der Teig am Küchentuch hängen geblieben und ich hab mich unglaublich geärgert, als er dann beim vorsichtigen runterschaben gerissen ist. Aber alles halb so wild. Der Apfelstrudel war trotzdem eine – wenn auch nicht perfekte – Augenweide und noch viel wichtiger: Ein unglaublich leckerer Gaumenschmaus! Und fürs nächste Mal weiß ich: Mehr Mehl aufs Küchentuch! 😉

Viel Erfolg und lassts euch schmecken,

Eure Marion

 

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6 Kommentare zu „Apfelstrudel

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