Der zweite Zwischenstopp auf unserer Fahrt nach Rumänien führte uns nach Budapest. !Wichtig: gesprochen Budapescht, mit einer Plage wollen die lieben Leute nichts zu tun haben 😉 Eine wunderschöne Stadt mit beeindruckender Architektur, die gefühlt an jeder Ecke eine Geschichte erzählt.

Roadtrip-Basics

  • Währung: Forint
  • Einwohnerzahl (gerundet): 1,7 Mio.
  • Prost in Landessprache: Egészségére, gesprochen in etwa: Äggä Schäggä Drä, oder auch „I guess she can drive“ sehr schnell gesprochen und obendrein krass genuschelt 😉
  • E-Vignette: Knapp 10 Euro, Verkauf online

In diese Stadt habe ich mich fast ein bisschen verliebt. Zwar war ich früher schon einmal in Budapest, dennoch hat mich die Schönheit der erhaltenen Architektur erneut umgehauen und auf eine kleine Reise durch die Jahrhunderte mitten in die Barockzeit geschickt. Einfach schön!

Budapest

How to Spend Three Days in Budapest

  • Free Walking Tour: Da das ja schon in Bratislava und trotz strömenden Regenfällen so gut geklappt hat, haben wir natürlich auch in Budapest eine Free Walking Tour gemacht. Sie startet täglich jeweils um 10:30 Uhr und um 14:30 Uhr am Vörösmarty Square, direkt beim Löwenbrunnen. Bei der dreistündigen Tour legt man satte 3,5 km zurück und kommt dabei natürlich an einigen Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten wie der Donaupromenate, der Municipal Concert Hall, dem Gresham Palace, der Academy of Hungarian Sciences oder auch der St. Stephans Basilica vorbei. Über die Chain Bridge geht es dann über die Donau zur Castle District Area. Dort steht auch der Royal Palace, die Matthiaskirche und die Fisherman Bastion und obendrein hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und das imposante Parlamentsgebäude. Dort endet die Tour dann auch, wodurch Zeit bleibt, die Gegend um die Burg noch etwas auf eigene Faust zu erkunden. Die Guides sind gefragte und hilfsbereite Anlaufstellen für Insidertipps.
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Über die Fisherman Bastion gehts wieder zurück in das Stadtzentrum.

 

  • Stephans Basilica: Obwohl man auch bei der Free Walking Tour schon an der Basilika vorbei kommt, lohnt es sich definitiv, dieses Ziel nochmals anzuvisieren und rein zu gehen. Gegen eine kleine Spende von einem Euro, kann man sich in einer der schönsten Kirchen umsehen, die es meiner Meinung nach zu bestaunen gibt.
Basilica Budapest
Eine der schönsten Kirchen, in der ich je war. Die St. Stephans Basilica.
  • Thermalbad Szechenyi: Um uns und unseren Füßen eine Auszeit zu gönnen, gings spätnachmittags und pünktlich zur Abenddämmerung in das größte der vielen Thermalbäder der Stadt, ins Szechenyi. Dieses ist etwas außerhalb des Zentrums im Stadtpark gelegen, aber mit der Metro sehr einfach zu erreichen. Der Eintrittspreis liegt bei 15 € und ist somit nicht ganz Roadtrip-freundlich, aber die Atmosphäre im Außenbecken ist doch ziemlich besonders. Dieses 38 Grad heiße Freiluftbecken befindet sich quasi im Innenhof des Badehauses, das mit seinem Renaissance-Stil beeindruckt. Drinnen gibt es dutzende weitere Becken, die mit ihrem Schwefelgeruch und den mittleiweile doch recht bröckelnden Wänden jedoch nicht so ganz mein Fall waren. Draußen ists schöner 😉
Das Thermalbad in der Abenddämmeruung. Foto: wikipedia
Das Thermalbad in der Abenddämmeruung. Foto: wikipedia
  • Szimpla und weitere Ruin Bars: Die Weggeh-Kultur wird in Budapest groß geschrieben! Das ist prinzipiell in fast jeder größeren Stadt so und nichts Neues. Das Besondere in Budapest jedoch: Viele der Bars und Pubs eröffneten in alten Ruinen. Et Voila! Schon ist er da, der besondere Fair zu Cocktail und Co. Der bekannteste Ruinpub: Das Szimpla Kert. Kleine verfallene Räume, Graffiti-Kunstwerke und Lianen, Life-Auftritte hier und DJs da, Shisha in der Ecke und als Snack eine Möhre. Ihr versteht nur Bahnhof? Tja, dann nichts wie hin. Denn hier muss man definitiv selbst mal gewesen sein!
Szimpla Kert: Eine Bar mitten in einer Ruine
  • Shopping-Time: Wenn noch Zeit bleibt (oder wenn man noch dringend auf der Suche nach einem Kleid oder passenden Accessoires für eine rumänische Hochzeit ist) eignet sich Budapest auch ausgezeichnet dafür, einen Shoppingtag einzulegen. Zusätzlich zu den bekannten Modehäusern gibt es einige Second-Hand-Shops, die zum Stöbern einladen. Mit einer klaren Vorstellung im Kopf, wie das gewünschte Kleidungsstück aussehen sollte, kommt man im Second-Hand-Laden zwar nicht sehr weit, aber zum gemütlichen durchschauen und inspirieren lassen sind sie die ideale Adresse.
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Der Ausblick vom Capitol Hill.
  • Ungarische Spezialitäten: Wer Ungarn sagt, der muss auch Gulasch sagen! Nach dem Motto war es ganz klar, dass in der ungarischen Hauptstadt ebendieses Gulasch probiert werden muss. Am Besten natürlich direkt aus einem lokalen Restaurant abseits der Touristenpfade. Um so eines zu finden, hatten wir glücklicherweise Unterstützung von einer Bekannten, die in Ungarn lebt. Von ihr ließen wir uns in das kleine rustikale Lokal Frici Papa entführen und siehe da: Für unser wirklich leckeres Gulasch mit Spätzlebeilage und einem Glas Bier dazu haben wir gerade mal 5 Euro bezahlt. (Am nächsten Tag in einem moderneren Touristenviertel habe ich dagegen für einen kleinen Salat mit Putenstreifen und einer Club Mate fast 15 Euro hingeblättert…)

Fazit des zweiten Stopps: Ich liebe den Charme Budapests und das Stadtbild links und rechts der Donau, dass unendliche Einblicke in die Geschichte der Stadt erlaubt. Gleichzeitig ist das Leben in der ungarischen Hauptstadt alles andere als altertümlich und eingeschlafen. Bars und Pubs finden sich in sprichwörtlich in jeder Ruine und auch für Shoppingtouren ist einiges geboten: Kurzum, jeder kommt auf seine Kosten. Budapest? Jederzeit wieder!

Eure Marion

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