Am Samstag war ich auf einer Hochzeit in Rumänien. Ein tolles Erlebnis, für das sich die Strecke von 13 Autostunden definitiv gelohnt hat. Und da man die Strecke nicht alle Tage auf sich nimmt, haben wir gleich eine ganze Woche Urlaub freigeschaufelt und die Gelegenheit zu einem Roadtrip beim Schopfe gepackt.

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Aber auch wenn ihr keine gebürtigen Rumänen im Freundeskreis habt: Wer gerne mit dem Auto in den Urlaub fährt und nach einem relativ günstigen Reiseziel in Europa sucht, für den könnte ein Rundtrip Richtung Osten das richtige Urlaubsziel sein. Unser erster Stop war die slowakische Hauptstadt Bratislava. Da wir hier nur eine Nacht verbracht haben, war die Zeit doch relativ knapp, aber doch ausreichend, um einen groben Überblick über die Stadt zu bekommen. Aber lest selbst, was man an einem Tag in Bratislava unbedingt machen sollte:

Roadtrip-Basics

  • Währung: Euro
  • Einwohnerzahl (gerundet): 420.000
  • Deutscher Name: Pressburg
  • Prost in Landessprache: na zdravie
  • Vignette: 10 Euro, Verkauf an der Grenze

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How to Spend One Day in Bratislava

  • Free Walking Tour: Solche Gratis-Stadtführungen werden mittlerweile in fast jeder größeren Stadt angeboten. Meiner Meinung nach (nicht nur) für jüngere Leute die beste und günstigste Art, in nur wenig Zeit einen guten Eindruck und wertvolle Insidertipps von der jeweiligen Stadt zu bekommen. Einzige Voraussetzung: Gute Englischkenntnisse, da diese Touren meist nur auf Englisch angeboten werden. Die Free Walking Touren werden meist von engagierten Studenten und jungen Leuten mit erstaunlichen Ortskenntnissen durchgeführt, die sich gerne etwas Geld dazuverdienen möchten. Denn natürlich sind die Führungen nicht vollkommen kostenlos. Es gibt zwar keinen Festpreis, am Ende der Tour wird jedoch nach einem Trinkgeld gebeten. Jeder gibt so viel, wie ihm die Tour wert war. Für Studenten oder Auszubildende mit wenig Reisebudget sind 3-5 Euro vollkommen in Ordnung. In Bratislava startet die gut zweistündige Tour zweimal täglich jeweils um 11 Uhr und um 16 Uhr direkt bei der Statue von Hviezdoslav (Großer sitzender Mann mit einem Buch in der Hand). Beim Spaziergang durch die Stadt erfährt man einiges über slowakishce Traditionen und die Geschichte von Bratislava. Mein Highlight der Tour: Die Blue Church, die komplett in blau und weiß gehalten ist und somit ihrem Namen alle Ehre macht. Auch der Kosename Schlumpfkirche ist im Hinblick auf dieses pastellige Himmelblau nicht von weit her geholt. 😉

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  • Bratislavaer Burg: Das Wahrzeichen der Stadt, das auch auf keiner Postkarte fehlen darf. Bei der Walking Tour nicht dabei, aber dennoch unbedingt zu empfehlen. Vor allem und allein schon der Aussicht wegen lohnt sich der Aufstieg allemal. Denn von oben herab sieht man nicht nur die gesamte Altstadt in ihrer ganzen Pracht, sondern auch die umliegenden Wohngebiete, die sich zu einem großen Teil aus bunten Plattenbauten zusammensetzen. Nicht zu vergessen die ziemlich heruntergekommene Abbildung der Space Needle, in Bratislava jedoch eher als Ufo bekannt. Ganz schön ist es außerdem, um das Schloss herum zu spazieren und die bepflanzte Umgebung zu genießen – vor allem dann, wenn die Bäume so schön herbstlich bunt sind.

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  • Slowakische Spezialitäten: Slowakische Dumplings: Mini-Knödelchen, die von der Größe und Konsistenz stark an Spätzle erinnern und zusammen mit Speck und einer Scharfskäse-Sauce gegessen werden. Ist fettig und schmeckt sehr intensiv. Um es auch mit den Worten einer Slowakin auszudrücken: It’s food made for drinking. Obwohl uns diese slowakischen Dumplings von zwei Einheimischen unabhängig voneinander als unbedingt probieren empfohlen wurden, haben sie mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Vor allem mit Blick auf die Teller um mich herum, würde ich behaupten: Diese Dumplings sind vielleicht ein typisch slowakisches Gericht, aber nicht das Beste, das dir slowakische Küche zu bieten hat. Für Selbstversorger oder zur Befriedigung des kleinen Hungers zwischendurch empfehlenswert: Die Markthalle.

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Schon der erste Stopp auf unserem Weg nach Rumänien hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, auch mal unterschätzte Städte abseits der bekannten Touristenrouten zu besuchen. Weiter gings dann in das nicht ganz so unbereiste Budapest – eine wunderschöne und lebendige Stadt, von der ich euch dann in einem anderen Post erzählen werde 😉

Eure Marion

 

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3 Kommentare zu „Going East (1) Bratislava, Slowakei

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