Karotte, Möhrchen, Rote oder gelbe Rübe: Egal wie man die orangenen Stangen auch nennen möchte, meist kaufe ich sie in der Kilopackung. Sind ja auch gesund, knackig und lecker, die kommen schon weg… Die immer gleiche Feststellung eine Woche später: In einem 2-Personen-Haushalt werden halt doch nicht so viele Karotten gegessen. Hinzu kommt, dass ich die Vitamin-A-geladenen Stangen meist robuster und haltbarer einschätze, als sie es letztendlich sind… Wie bewahre ich die Dinger also vor ihrem sicheren Gammeltod? Sie müssen jetzt einfach in jedes Gericht rein, das auf den Tisch kommt. Ausnahmslos!

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Ja, das heißt: Auch in die Cakepops. Gott sei Dank, denn so gibt’s jetzt ein weiteres süßes „Gemüsekuchen“-Rezept für euch. Mein Faible für den schokoladigen Zucchinikuchen kennt ihr ja schon. Karotten eignen sich aber genauso gut, um sie zu einem saftigen Kuchenteig zu verarbeiten. Und so wurden die letzten Karotten aus der Kilopackung zur Grundlage dieser süßen Rüblikuchen-Cakepops mit dickem Schokoüberzug. Zusätzliches Plus: Für dieses Cakepop-Rezept braucht ihr keine extra Cakepop-Backform. So eine besitze ich nämlich nicht. Macht nichts, denn man bekommt Cakepops auch ohne die Form wunderbar hin.

Zutaten für den Rüblikuchen…

  • 100 g Karotten
  • 100 g Mandeln
  • Etwas Zitronenschale
  • 1 Prise Zimt
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Zucker
  • 15 g Stärke
  • Schuss Whiskey

… und damit er Popt:

  • 40 g Frischkäse, natur
  • 200g Schokoguss
  • 16 Plastikstäbchen
  • Deko: Zuckerstreusel

Karotten schälen und grob raspeln. Mandeln, Zimt und etwas frisch abgeriebene Zitronenschale hinzu geben, mischen und zunächst beiseite stellen.

Eier trennen. Zunächst das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz schaumig schlagen. Beiseite stellen.

Zucker, Stärke und Whiskey in die Schüssel mit dem Eigelb geben und ebenfalls schaumig schlagen. Nach und nach die Karotten-Mandel-Mischung zugeben und mit der Hand verrühren. Zum Schluss portionsweise den Eischnee zugeben und vorsichtig unterheben.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben. Da der Kuchen ohnehin zu Cakepops weiterverarbeitet wird, macht es nichts, wenn die Form nur halb gefüllt ist. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 30-40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und durch ist.

Den fertigen Rüblikuchen zunächst etwa 10 Minuten in der Form ruhen lassen, anschließend auf ein Rost stürzen und vollständig auskühlen lassen.

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Der erkaltete Kuchen wird anschließend mit den Händen in eine Rührschüssel zerbröselt, bis keine größeren Stücke mehr übrig sind. Damit der Kuchen gut zusammen klebt, gebt ihr nun etwas Natur- Frischkäse dazu und verknetet das Ganze mit den Händen. Perfekt ist es, wenn der Kuchen anschließend wieder die Konsistenz eines rohen Plätzchen-Teiges hat. Dazu braucht ihr gar nicht viel Frischkäse, etwa 40 Gramm sollten normalerweise schon reichen.

Aus diesem „Teig“ formt ihr nun etwa 16 gleich große Kugeln und legt diese nebeneinander auf ein Brett. Nun braucht ihr den Schokoguss. Hierfür 200 Gramm Kuvertüre grob hacken und in einem möglichst schmalen, hohen Gefäß (z.B. einer Tasse) in der Mikrowelle schmelzen.

Die Plastikstiele etwa 1 cm tief in die geschmolzene Schokolade eintauchen. Anschließend jeweils einen Stiel mindestens bis zur Mitte einer Kuchenkugel stecken. Die Schokolade am Stiel soll dabei helfen, dass die Kugeln besser daran festkleben. Das Brett mit den noch unfertigen Cakepops daher anschließend in den Kühlschrank stellen, bis die Schokolade am Stiel fest geworden ist.

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Kuvertüre in der Tasse nach der Wartezeit notfalls nochmals warm machen. Die Cakepops nacheinander in die flüssige Schokolade tauchen. Dabei vorsichtig drehen und darauf achten, die Cakepops nicht zu weit in die Tasse zu tauchen. Zwar sollen die Kugeln am Ende vollständig mit Schokolade bedeckt sein, die „Klebeschokolade“ rund um den Stiel sollte jedoch möglichst nicht wieder flüssig werden.

Überschüssige Schokolade kurz über der Tasse abtropfen lassen, die Cakepops anschließend umdrehen und zum Trocknen in Styropor, Trinkgefäße oder spezielle Cakepop-Ständer stecken. Cakepops nach Belieben mit Zuckerschrift oder Streuseln verzieren und ruhen lassen, bis die Schokolade hart ist.

Fertig sind die Rübli-Cakepops!

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Ich habe selbst noch nicht so oft Cakepops gemacht, aber sie sind wirklich schön anzusehen und kommen auch als leckeres Mitbringsel super an. Oft habe ich aber auch das Problem, dass die kleinen Kugeln (nachdem ich sie in Schokolade getaucht habe) zu schwer werden und über kurz oder lang am Stiel entlang nach unten rutschen. Hat jemand einen Tipp für mich, wie sich das am besten verhindern lässt? Wenn nicht, macht euch nichts draus und lasst euch nicht davon abschrecken, wenn euch das auch passiert. Die ein oder andere Druckstelle an der Schokolade tut der Schönheit der Cakepops wie ich finde keinen Abbruch. Und ihr werdet sehen: Die kleinen Kuchen am Stiel werden das nächste Partybuffet trotzdem rocken!

Viel Spaß beim Ausprobieren,

Eure Marion

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Ein Kommentar zu „Rübli-Cakepops (ohne Backform)

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