Gestern noch im Freibad geschwitzt, heute den langen Pulli rausgekramt. Der Herbst dieses Jahr kam praktisch über Nacht. Wer noch nicht bereit ist für Boots und Regenschirm und den Sommer ein paar Tage verlängern möchte, flieht gen Süden etwa nach Italien, Spanien oder Griechenland. Eine sonnige Alternative ist auch die kroatische Insel Krk und somit auch noch im September genau das richtige Reiseziel.

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An kaum einem anderen Ort in Europa ist das Meer so klar wie in Kroatien. Die Insel Krk in der Kvarner Bucht ist dabei mit knapp 410 km² neben ihrer Nachbarinsel Cres die größte der über 1.000 Inseln an der kroatischen Adriaküste. Besonders als Urlaubsort zu empfehlen ist dabei die zentral gelegene gleichnamige Hauptstadt der Insel Krk. Neben einer Vielzahl an prächtigen Kirchen und Kathedralen, gibt es auch dort zahlreiche Kies- und Felsstrände mit der Blauen Flagge für besonders reines Meer. Charakteristisch für Krk sind zudem die vielen Sonnenstunden und milden Winde, die vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein für ein ausgeglichenes Klima sorgen.

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Empfehlenswert ist es, mit dem Auto nach Krk zu fahren. Die kroatische Insel ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden und daher sehr gut mit dem Auto zu erreichen. Und die kurzen Entfernungen zwischen den kleinen kroatischen Städten laden gerade dazu ein, auch benachbarte Urlaubsorte der Hauptstadt Krk wie etwa Punat, Vrbnik oder Baska zu besichtigen.

  • Vrbnik: Eine auf Felsen gebaute Stadt mit verwinkeltem Charme. Ein venezianischer Glockenturm prägt die Silhouette der Stadt, die auch für ihren Weinanbau bekannt ist. Verschiedenen Kirchen und Kapellen aus unterschiedlichen Epochen runden das Stadtbild ab.
  • Punat: Ein kleiner verschlafener Ort mit einem der bekanntesten Yachthäfen der nördlichen Adria.
  • Baska: Das Tourismuszentrum ganz im Süden der Insel Krk mit mehr als 30 Kieselstränden. Auf der Suche nach Souvenirs wird man hier auf alle Fälle fündig. Der Hauptstrand in der Bucht von Baska erinnert bei schönem Wetter aber eher an eine Sardinendose.
  • Risika: Im Ort befindet sich der einzige Sandstrand der Insel, der mit seinem aufblasbaren Abenteuerspielplatz im Wasser vor allem für Kinder ideal ist. Einziges Manko: Nicht nur der schwimmende Spielplatz, sondern auch bereits der Zutritt zum Strand sind kostenpflichtig.

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Zudem gibt es einige abgelegene Strände wie beispielsweise den in einer Bucht gelegenen Strand bei Stara Baska etwa 10 Kilometer südlich von Punat. Das Auto kann am Straßenrand geparkt werden, die bezaubernde Bucht selbst ist dann ausschließlich zu Fuß zu erreichen. Feste Schuhe und eine gewisse Fitness sind beim Abstieg der Felswand unbedingt empfehlenswert, aber die Anstrengungen lohnen sich. Überhaupt ist es ratsam, in Kroatien nur mit geschlossenen Badeschuhen ins Meer zu gehen. In dem klaren Wasser fühlen sich nämlich auch Seeigel wohl.

Auch am Abend hat die Hauptstadt der Insel einiges zu bieten, beim Schlendern durch die Straßen kann man immer wieder Musiker spielen hören, am Wochenende steigt die ein oder andere lautstarke Party direkt auf der Hafenpromenade. Besonders schön ist es auch im versteckten Innenhof der Bar Volsonis. Während die Bar von außen eher unscheinbar und nicht übermäßig einladend erscheint, öffnet sich beim Anblick des Gartens mit seinem loungeartigem Flair ein ganz anderer Blickwinkel. Auf Baumstämmen sitzend und einem leckeren Cocktail in der Hand, kann man hier eine frisch gebackene Holzofenpizza genießen oder einfach nur der Live Band des Abends zuhören, bevor sich die Bar in einen angesagten Club verwandelt und die Party in den Katakomben steigen lässt.

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Ein weiteres Must-Do liegt nahezu auf der Hand: Tauchen gehen! Auf der Insel gibt es zahlreiche Tauchschulen wie etwa Fun Diving Krk, wo erfahrene Taucher täglich an faszinierenden Tauchausflügen teilnehmen können. Die Unterwasserwelt Kroatiens ist mindestens so attraktiv wie die Küstenlandschaft selbst. Auch Anfänger können an solchen Tagesfahrten teilnehmen und an der Seite eines professionellen Tauchlehrers erste Unterwasser-Erfahrungen sammeln. Schon beim Schnuppertauchen bis gerade einmal fünf Meter unter Wasser entdeckt man mit der Hilfe des geschulten Tauchlehrerauges zahlreiche Korallen, Seesterne, Oktopusse und vieles mehr. Mit viel Glück wird man sogar von einem strahlend blau schimmernden Fisch auf der Suche nach Futter in den Finger gezwickt, kein Scherz! 😉 Wen das Tauchfieber gepackt hat, kann innerhalb nur knapp einer Woche sogar relativ günstig einen Tauchschein machen.

Schlafen kann man je nach persönlichen Vorlieben entweder auf einem der vielen Campingplätze der Insel, oder man mietet sich einen kleinen Bungalow in der Stadt. Kleine Ferienwohnungen mit zwei Zimmern, Küchenzeile und Balkon oder Terrasse werden teilweise ziemlich günstig angeboten und sind meiner Meinung nach Optimal für Urlauber, die nicht auf den Luxus eines Bettes verzichten wollen. Auch Schlemmer kommen auf ihre Kosten, hier ein paar Tipps für Selbstversorger:

  • Fisch: Jeden morgen verkaufen Fischer ihre frisch gefangenen Fische am Hafen direkt vom Fischerboot aus. Wer keine Scheu davor hat, Fische selbst auszunehmen, dem bietet sich hier die Chance auf den vermutlich frischesten Fisch, den er je gegessen hat.
  • Melone: Saftiger als auf Krk können Melonen kaum schmecken. Und satt wird man hier auch: Melone unter 10 kg? Keine Chance!
  • Lino Lada: Das Schlaraffenland für süße Frühstücker: WEIßES NUTELLA !!

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P1020728_FotorWer wünscht sich bei diesen Vorstellungen nicht, dem nasskalten Wetter in Deutschland zu entfliehen und stattdessen den ein oder anderen kühlen Drink auf einem der zahlreichen Strände Krks zu schlürfen und anschließend in die türkisfarben schimmernden Fluten einzutauchen?

Eure Marion

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