Blickwinkel

„Ach herrje! Kaum ist sie mit ihrem Studium fertig, wird sie zur beschäftigen Berliner Großstadtgöre und hat keine Zeit mehr für Zitronensüß!“

Tatsächlich hat mein Blog in letzter Zeit ziemlich unter den neuen Umständen gelitten: Masterarbeit, Jobsuche, Umzug vom beschaulichen Bayernland ins schillernde Berlin,  Eingewöhnung, geregelte 40-Stunden-Woche, in der Freizeit kaum mehr Torten backen, dafür Sport… Äh, wie war das? Sport? Tatsache! Ich habe meine Liebe zum Sport wiedergefunden!

Und weil ich mich nun insgesamt mehr mit Fitness beschäftige, hat sich auch mein Fokus in der Küche etwas verschoben. Ich habe zwar schon immer versucht, mich möglichst frisch und gesund zu ernähren, mittlerweile achte ich jedoch noch viel mehr darauf, was ich esse. Und wenn ich mich nach Feierabend von meinem Schreibtisch erhebe und mich entscheiden muss, ob ich mich 2 Stunden in die Küche stelle um gefüllte Cannelloni zuzubereiten oder ins Fitnessstudio um die Ecke gehe und danach einen schnellen Salat mit Putensteifen esse, dann fällt meine Wahl meist auf die zweite Variante. Versteht mich nicht falsch, die Cannelloni werde ich auch nie vom Tellerrand schubsen, aber die gibt es, wie den Großteil der Zitronensüß-Gerichte halt nur mehr am Wochenende.

Blog und Alltag passen also nicht mehr ganz zusammen. Da ich aber nie keinen Spaß am Bloggen hatte, ist Aufhören und Zitronensüß an den Nagel hängen schlichtweg keine Option – nie gewesen. Natürlich ist es auch nicht ratsam, einen Blog so oft umzustrukturieren, wie ich es tue. Aber meiner Meinung nach ist diese ungeschriebene Gesetzmäßigkeit des Bloggens zu starr. Menschen verändern sich und verlagern ihre Blickwinkel. Das ist vollkommen natürlich und passiert nicht nur einmal im Leben. Mein Blog wird sich einmal wieder an mich und meine Spinnereien anpassen können. Ich freue mich jetzt schon darauf.

Bis der Stein wieder ins Rollen kommt und so richtig fahrt aufnimmt, verstecke ich mich aber nochmal kurz dahinter. Denn vor etwa sechs Wochen wurde ich von der lieben Julia von Törtchenfieber zum Liebster Award nominiert und ich habe es schlichtweg nicht mitbekommen. Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich dennoch riesig über die Nominierung. Liebe Julia, besser spät als nie: Gerne beantworte ich deine Fragen!

  • Fährst du diesen Sommer in den Urlaub? Wenn ja, wohin?

Jein. Mein Sommerurlaub ist dieses Jahr ein Herbsturlaub. Im November geht es mit einer großen Truppe an Studienfreundinnen nach Indien: Zum Strand nach Thiruvananthapuram, zu einer Hochzeit nach Gorakhpur und dann last but not least Kulturschock in Neu-Delhi. Ich kanns kaum erwarten…🙂

  • Was ist dein liebstes Sommergetränk?

Ich würde spontan sagen, selbst gemachten Eistee: Grünen Tee aufbrühen und kalt werden lassen, dann etwas Zitronensaft und für die Süße Orangensaft rein, dann mit Eiswürfeln und frischer Minze genießen. Yummy!

  • Worauf achtest du bei deiner Ernährung?

Wie schon oben angedeutet, versuche ich jetzt deutlich mehr auf meine Ernährung zu achten als vor ein paar Monaten. Schon vorher war mir eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit vielen frischen Zutaten wichtig, jetzt achte ich darüber hinaus aber auch vermehrt auf die Zusammensetzung der Nährstoffe.

  • Wovon kannst du nie genug haben?

Nichtsdestotrotz: Schokolade, am liebsten dunkel. Ohne Schokolade macht das Leben keinen Sinn😀

  •  Wie verbringst du deine Abende unter der Woche normalerweise?

Da ich berufstechnisch viel sitze, kommt abends meist der Bewegungsdrang raus.  Fitnessstudio, Radfahren, noch eine Runde schwimmen oder ich lasse mich von meinem Freund im Tischtennis abzocken. Hauptsache die Glieder kommen nochmal in Schwung.

  • Worauf freust du dich in der 2. Hälfte dieses Jahres besonders?

Auf den oben schon erwähnten Herbsturlaub. Die ganze Mädelstruppe kommt wieder zusammen und eine indische Hochzeit darf man sich ohnehin unter keinen Umständen entgehen lassen. Das wird definitiv ein Erlebnis!

  • handgeschriebene Rezeptsammlung oder Rezeptordner auf dem PC, Kochbücher oder lieber das WWW? Bist du da eher altmodisch oder modern?

Die Mischung machts! Wenn ich schon eine relativ klare Vorstellung habe, was ich gerne kochen oder backen möchte, dann suche ich im Internet nach passenden Rezepten, inspirieren lasse ich mich aber auch gerne beim Durchblättern meiner Kochbücher. Am liebsten sind mir aber eigentlich schöne Rezepte-Apps wie KptnCook oder Kitchen Stories – da findet sich immer was!

Sodala, das wars dann mit schon mit Julias Fragen. Vielen Dank nochmal für deine Geduld!🙂

Nominierungen lasse ich diesmal ausnahmsweise sein und überlege mir stattdessen lieber, wie ich meine noch wirren Vorstellungen von Zitronensüß unter einen Hut bekomme.

To be continued…

Launenheber an Regentagen: Bananen-Nutella-Cookies

Es ist Sommer! Und dieser Sommer steckt voller Überraschungen. Anfang der Woche durchwachsen, Donnerstag/Freitag 35 Grad, gestern Gewitter und immer wieder Schauer, heute Temperatursturz.  Wer soll denn da noch durchblicken? Klar tut eine Abkühlung nach der großen Hitzewelle der letzten Tage auch ganz gut. Die nächste Hochphase kommt bestimmt- wenn die vielleicht aufs Wochenende fallen könnte, ja?😉

Für die Sonnenanbeter unter uns, habe ich den perfekten Launenheber, um die Wartezeit bis dahin zu überbrücken: Was haltet ihr von einem handtellergroßen, fluffig-süßen Bananen-Nutella-Cookie? Na gut, vielleicht auch zwei…

Hafercookies

  • 2 Bananen
  • 200 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 160 g Margarine
  • 1 Ei
  • 160 g Haferflocken
  • 80 g Nutella
  • 50 g Schokoladentropfen

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Die reifen Bananen schälen, in grobe Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Mithilfe einer Gabel vollständig zerdrücken und beiseite stellen.

Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen, Margarine in kleinen Flocken zugeben und alles mit den Händen zu einem Teig verkneten. Dann das Ei und die zerdrückten Bananen zugeben und gut verrühren.

Anschließend die Haferflocken unterheben.

Jetzt kommt das Herzstück der Cookies dazu, Nutella! Die Nuss-Nugat-Creme mithilfe von zwei Teelöffeln unter die Bananenteigmasse ziehen. Besonders schön werden die Cookies, wenn das Streifen-Muster sichtbar bleibt. Dazu einfach darauf achten, das Nutella nicht allzu gründlich zu verrühren.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mithilfe eines Esslöffels kleine Teig-Häufchen darauf verteilen. Dabei nicht zu eng setzen, da der Teig beim Backen noch auseinander läuft.

Etwa 12-15 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und genießen.

bananencookies

So, ich wär dann gewappnet für die nächste Hitzewelle.🙂 Ich packe vorsichtshalber gleich mal wieder meine Badetasche, kann schließlich jeden Moment so weit sein! Und wenn die Sonne sich doch hinter einer dicken Wolke versteckt, vernasche ich einfach nochmal einen meiner Bananen-Nutella-Cookies. Mein Launenheber für kühle Sommertage.

Eure Marion

Scones – Fruchtig-süßes Frühstücksspiel

Englische Scones habe ich erst vor 3 Jahren in Neuseeland zum ersten mal probiert. Obwohl die Köstlichkeiten der englischen Nachbarn so greifbar nah sind, musste ich erstmal um die halbe Welt fliegen. Aber was lange währt, wird endlich gut. Mittlerweile landen Scones regelmäßig auf meinem Frühstücksteller.

scones-frucht

Ich liebe Frühstücken. Und das nicht nur, weil ich mich mit leerem Magen nur halb so elangeladen in den Tag stürzen kann. Vielmehr noch schätze ich die knappe halbe Stunde selbst, in der ich mich nochmals gemütlich mit einer dampfenden Tasse Kaffee an den Tisch setze und den letzten verschlafenen Gedanken nachhänge. Wenn aus den 20 Minuten dann eine Stunde mehr wird und ich meine Marmelade anstatt sie aufs Brot zu schmieren, dick auf warme, frisch gebackene Scones streiche, ja dann ist Wochenende.

Für 2 Portionen (ca. 8 Stück)

  • 180 g Mehl
  • 1 P. Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 30 g Butter
  • 30 g Kokosblütenzucker
  • 70 ml Milch
  • 1 Ei
  • 100 g Frischkäse natur
  • 2 Kiwis
  • 100 g Erdbeeren

Mehl, eine Prise Salz und Backpulver in einer Schüssel mischen. Nach und nach abwechselnd Butter, Kokosblütenzucker und Milch zugeben und zunächst mit dem Knethaken zu einem weichen Teig verkneten. Anschließend mit den Händen weiterkneten. Es kann passieren, dass der Teig zu klebrig ist und an den Fingern hängen bleibt. In diesem Fall solltet ihr einfach nochmals so viel Mehl hinzufügen, bis die Konsistenz geschmeidig ist.

scones-rezept

Den fertigen Teig anschließend auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 cm dick ausrollen. Anschließend mit einem Glas große Kreise ausstechen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Teig nochmals kurz kneten, ausrollen, ausstechen und das Ganze so lange wiederholen, bis kein Teig mehr übrig ist.

Zuletzt ein Ei verquirlen und die Scones damit großzügig bepinseln. Dann geht’s etwa 12-15 Minuten in den 200 Grad heißen Ofen, bis die Scones goldbraun gebacken sind.

Für das gewisse Extra: Reife Kiwis schälen und in Scheiben schneiden. Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und der Länge nach halbieren.

Scones

Die ofenfrischen, noch warmen Scones aufschneiden, dick mit Frischkäse besteichen und mit dem süßen Obst belegen. So süß schmeckt nur das Wochenende!

Eure Marion

Quinoa Nuggets mit Erdnussdip

Nachdem über die letzten Wochen eine Reihe süßer Rezepte ihren Weg auf Zitronensüß gefunden haben, kommt heute mal wieder was Herzhaftes auf den Teller. Genauer gesagt habe ich euch saftige Hähnchenstreifen mit knuspriger Quinoa-Panade mitgebracht. Abgerundet werden die Chicken Nuggets der besonderen Art mit einem würzig-cremigen Erdnussdip. Dazu serviert ihr dann einen frischen Rohkostsalat, den ihr euch am besten nach Belieben und was der Kühlschrank gerade so hergibt selbst zusammenstellt. Aber kommen wir erst mal zu den Nuggets:

Für 2 Portionen

  • 60 g Quinoa
  • 100 g Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 300 g Hähnchenfilet
  • 100 g Erdnussbutter
  • 3 EL Soja-Sauce
  • 1 Chili-Schote

Quinoa-Nuggets

Die Quinoa in einem Sieb waschen. Anschließend nach Packungsanweisung in Salzwasser aufkochen und 15-20 Minuten lang garen. Die fertige Quinoa abgießen und gründlich abtropfen/abkühlen lassen. Anschließend in eine Schüssel geben und mit den Semmelbröseln vermengen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Eier in einen tiefen Teller geben und verquirlen. Das Hähnchenfilet waschen und trocken tupfen. Das Fleisch in fingerdicke Streifen schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gewürzten Hähnchenstreifen zunächst durch die Eiermasse ziehen und dann in der Quinoa-Semmelbrösel-Mischung wenden. Die Panade mit den Händen leicht andrücken.

Die panierten Hähnchenstreifen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen 20-30 Minuten kross backen. Alternativ könnt ihr eure Nuggets auch 15 Minuten in der Pfanne braten. Dass die Panade nicht abfällt habe ich mich aber für den Ofen und damit die schonendere Zubereitungsart entschieden.

In der Zwischenzeit die Erdnussbutter mit der Sojasauce und 1-2 EL Wasser glatt rühren. Die Chili-Schote putzen, längst halbieren, nach Belieben entkernen und fein hacken. In den Erdnussdip rühren und durchziehen lassen. Wenn ihr die Chili-Kerne mit in den Dip rührt, wird er umso schärfer werden.

Die fertig gebackenen Quinoa-Hähnchen zusammen mit dem Erdnussdip und einem knackigen Rohkostsalat, z.B. aus Chinakohl und Karotten servieren.

Hähnchen-Nuggets

Auch wenn sich die Hähnchenstreifen mit der Quinoa nicht ganz so leicht panieren lassen, wie mit normalem Paniermehl, lohnt sich der zusätzliche Aufwand. Die Quinoa-Hähnchen sind definitiv die besten Nuggets, die ich bislang je gegessen habe. Und auch wenn Erdnussbutter als reiner Brotaufstrich nicht zu meinen Favoriten gehört, als würzig scharfer Dip sieht das schon wieder ganz anders aus. Ich will noch ne Portion!😛

Eure Marion

Zitronenkuchen mit Kokos & Mandarinen

Endlich ist es soweit! Das erste Rezeptvideo ist online! Schon lange bin ich fasziniert von den vielen Koch- und Backvideos, die meine Facebook-Timeline sozusagen beinahe dominieren. Das möchte ich auch ausprobieren! Mit der Hilfe meines Freundes hat es nun endlich geklappt. Und das gerade rechtzeitig zum Bloggeburtstag!

Happy Birthday Zitronensüß! Über ein Jahr ist es jetzt her, dass ich mich mit leckeren Amaretto-Cupcakes mit Zitronenhäubchen der faszinierenden Bloggingwelt angeschlossen habe. Seitdem ist schon viel auf dem Blog passiert. Es gab aktivere und ruhigere Phasen, das ein oder andere inhaltliche Experiment und auch das Design habe ich schon komplett über den Haufen geworfen. Furiose Zeiten – Der Spaß am Bloggen bleibt! Für mein erstes Rezeptvideo habe ich mir deshalb ein ganz besonderes Schmankerl überlegt: Ein unglaublich fruchtig frischer Zitronenkuchen mit Kokos-Mandarinen-Belag. Einfach himmlisch! Aber was rede ich? Schauts euch doch einfach selbst an:🙂

Na was haltet ihr vom ersten zitronensüßen Rezeptvideo? Ich finde, es macht definitiv Appetit (und Lust auf mehr Videos!). Hier nochmal das Rezept zum Nachbacken mit den genauen Mengenangaben und Schritt für Schritt Anleitung:

Die Mengen reichen aus für eine rechteckige Form 20×30 cm – Ergibt 12 Stück Kuchen

Für den Zitronenteig:

  • 300 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pr. Salz
  • 2 Zitronen
  • 200 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 50 g Naturjoghurt
  • 40 ml Buttermilch
  • 150 g Butter
  • 3 Eier

Für den Belag

  • 50 g Butter
  • 100 g Kokosraspel
  • 50 ml Buttermilch
  • 350 g Mandarinen (2 kl. Dosen)
  • 4 EL Mandarinensaft

Mandarinenkuchen

Zuerst wird der Kuchenteig vorbereitet. Durch die beiden Zitronen wird der Teig wunderbar fruchtig frisch. Daher eignet er sich auch super als einfacher Zitronenkuchen. Backen, Guss drauf und fertig. Aber was soll die Eile? Fangen wir lieber mal Schritt für Schritt von vorne an:

  1. Zwei Bio-Zitronen waschen und die Schale abreiben. Dann halbieren und auspressen.
  2. Den Zucker mit dem Vanillezucker mischen und mit der Zitronenschale vermengen.
  3. Die Butter einige Minuten cremig aufschlagen. Nacheinander die Eier hinzugeben und weiter schlagen. Anschließend die Zitronen-Zucker-Mischung hinzugeben und nochmals gut unterrühren.
  4. Joghurt mit Zitronensaft und Buttermilch verrühren.
  5. In einer separaten Schale Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz vermischen.
  6. Abwechselnd esslöffelweise Mehlmischung und Joghurtmischung zur aufgeschlagenen Buttermasse geben und alles mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten.

Kokosschnitten

Wie gesagt könntet ihr den Teig schon jetzt in eine große Gugelform füllen, in den Ofen schieben und im Nu habt ihr den leckersten Zitronenkuchen, den ihr je probiert habt. Aber um dem Ganzen noch ein i-Tüpfelchen zu verpassen, könnt ihr wie ich noch etwas mehr Zeit investieren um dem Kuchen einen Kokos-Mandarinen Belag zu verpassen. Auch der ist ruck zuck fertig:

  1. Butter in der Mikrowelle oder im Topf bei niedriger Hitzezufuhr schmelzen lassen.
  2. Nach und nach Kokosraspeln, Buttermilch und 4 EL Mandarinensaft zur geschmolzenen Butter geben und vermischen.
  3. Anschließend Mandarinen abtropfen lassen, zur Kokosmasse geben und vorsichtig unterheben.

Schon ist auch der Belag fertig und es darf geschichtet werden. Dazu fettet ihr eine rechteckige Kastenform (20×30 cm) mit etwas Butter oder Margarine ein und stäubt sie mit Mehl aus. Anschließend füllt ihr zuerst den Zitronenteig in die Form und verteilt sie gleichmäßig. Oben drauf kommt dann die Kokos-Mandarinen Masse. Zum Schluss wandern eure Schnitten etwa 60 Minuten bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen. Lecker!

Eure Marion

Osterlamm auf Bayrisch: Mandel-Betzerl! 

Betzerl gehören zu Ostern wie das Nestersuchen. Und da ich mein Osterfest dieses Jahr mit meiner Familie in Kopenhagen verbringe, hab ich vor ein paar Tagen schon mal vorgebacken😉 Zum Glück! Denn so kann ich euch pünktlich das Rezept für das beste Betzerl der Welt geben. Ihr versteht noch nicht ganz, wovon zum Teufel ich rede? Na vom traditionellen Osterlamm😀 Betzerl halt!

Teig:

  • 75 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 1 Fl. Rum-Aroma
  • 1 Pr. Salz
  • 100 g Mehl
  • 25 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver

Guss und Verzierung:

  • 150 g Puderzucker
  • ½ Zitrone
  • 30 g gehackte Mandeln

Betzerl

Die Butter mit dem Rührgerät schaumig rühren. Anschließend nach und nach Zucker, Vanillezucker, Eier, Rum-Aroma und Salz hinzu geben und gründlich unterrühren.

In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver und Speisestärke mischen. Esslöffelweise zum Rest geben vorsichtig unter die Buttermasse rühren.

Die Lämmchenform gründlich einfetten und den Teig vorsichtig hineingleiten lassen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 40 Minuten lang backen. Mithilfe der Stäbchenprobe lässt sich einfach überprüfen, ob der Teig schon fertig gebacken ist.

Das fertige Lämmchen aus dem Ofen nehmen und mindestens 5 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend aus der Form nehmen und vollständig erkalten lassen. Damit das Osterlamm aufrecht steht, braucht es eine gerade Unterseite. Falls nötig, schneidet man dazu einfach den Boden des Kuchens ab. Dabei lassen sich dann gleich mal zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: 1. Das Osterlamm steht. 2. Man kann gleich mal den Kuchen probieren, ohne ihn wirklich anschneiden zu müssen😉 Wenn die Geschmacksprobe positiv ausfällt, geht’s anschließend weiter mit dem Guss.

Osterlamm

Dafür zunächst den Puderzucker sieben und anschließend mit wenig heißem oder Wasser oder Zitronensaft anrühren. Nur so viel Flüssigkeit hinzufügen, dass eine glatte, aber immer noch dickflüssige Masse entsteht. Am besten gibt man erstmal einen Esslöffel Flüssigkeit zum Zucker und verrührt dieses gründlich. Nach Bedarf kann man anschließend espresso-löffelweise Wasser zufügen, bis die Konsistenz stimmt.😉 Das erkaltete Osterlamm mit dem Zuckerguss einstreichen und mit gehackten Mandeln oder Kokosraspel bestreuen. Über Nacht antrocknen lassen und zum Osterfrühstück mit der Familie genießen.

Viel Spaß beim Nachbacken und Frohe Ostern!

Eure Marion

Mandel-Rübli-Gugel

Die Sonne scheint, die ersten Blumen sprießen und die Häschen hoppeln am Fenster vorbei. Häschen? Klar! Ostern steht vor der Tür! Und um sicher zu gehen, dass der Osterhase auch wirklich kommt, habe ich vorsorglich schon mal einen saftigen Mandel-Rübli-Gugelhupf gebacken. Natürlich nur um sicher zu gehen, dass er auch kommt! Ostern ist für mich nämlich auch immer direkt mit Frühlingsanfang verbunden. Und wenn ich es schaffe, den Osterhasen schon mal eine Woche im Voraus aus seiner Höhle zu locken, dann vielleicht auch den Frühling.

Also: Zeit für einen leckeren Mandel-Rübli-Gugel! Bevor ihr anfangt, noch ein Hinweis am Rande: Meine Guglhupf-Form ist ziemlich klein und schnuckelig. Wenn ihr nur normal-große Kuchenformen habt oder mehr als vier Osterhasen von Gugel naschen:  Mengenangaben verdoppeln!

Rübli-Gugelhupf

  • 150 g Karotten
  • 2 Eier
  • 100 g braunen Zucker
  • 130 g Mandeln
  • 30 g Dinkelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Pr. Salz
  • Etwas Puderzucker

Die Karotten schälen, die Enden abschneiden und grob raspeln. Die Eier trennen. Eiweiß mit dem Handrührgerät einige Minuten steif schlagen, dann beiseite stellen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Eigelb mit dem braunen Zucker schaumig rühren. Mandeln, Dinkelmehl, Backpulver, Zimt und Salz in einer separaten Schüssel gut miteinander vermengen. Abwechselnd je einen Esslöffel von der Mandelmischung und den geraspelten Karotten dazu geben und alles nach und nach zu einem glatten Teig verkneten.

Zum Schluss kommt nun noch der Eischnee dazu. Vorsichtig unterheben und den Teig so zu einer fluffigen Masse verarbeiten.

Die Gugelhupf-Form gründlich mit Butter einfetten. Anschließend den fertigen Teig in die Form füllen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. 45-60 Minuten backen.

Rüblikuchen

Den fertig gebackenen Gugelhupf aus dem Ofen nehmen und zunächst 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend auf den Kuchenteller stülpen und vollständig erkalten lassen. Zum Schluss mit Puderzucker bestäuben und am besten sofort genießen.

Beim Anblick dieser Rübli-Leckerei bleibt kein Osterhase lange in seiner Höhle! Und auch sonst lassen sich Skeptiker (Gemüse im Kuchen??) beim ersten Bissen in den saftigen Mandelteig schnell überzeugen. Da kommen die Frühlingsgefühle von ganz allein!😉

Eure Marion

 

Streusel Muffins mit Kirschen

Süßer Schokokuchen, fruchtige Sauerkirschen und knusprige Streusel oben drauf? Na, klingt das nach einer gelungenen Kombi? Ich finde schon. Und genau richtig, um sowohl Schokofans als auch Obstkuchenliebhaber an einen Tisch zu locken. Und da ich mal wieder Lust auf Muffins hatte, hab ich das alles zusammen nicht in eine Springform, sondern in ein paar Muffinförmchen gepackt: Heraus kamen unglaublich leckere Streusel-Muffins mit Kirschen. Hmm, das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Muffins waren ratzfatz weggenascht.

Streusel-Kirsch-Muffin

Zutaten für 12 Muffins:

  • 50 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 2 Eier
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Kakao
  • 1 Glas Sauerkirschen

Für Streusel und Guss:

  • 75 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 125 g Mehl
  • 100 g Blockschokolade

Butter, Zucker und Eier zusammen in eine große Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät zunächst auf niedriger, dann auf höchster Stufe einige Minuten schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Kakao in einer separaten Schüssel mischen und portionsweise unter die Eischaummasse rühren. Ein Muffin Backblech bereitstellen und mit Papierförmchen auslegen. Jeweils 1-2 EL des Kakao-Muffin-Teigs in die einzelnen Mulden geben.

Den Backofen nun schon mal auf 180 Grad vorheizen. Die Kirschen gut abtropfen lassen und danach gleichmäßig auf dem Muffinteig verteilen. Ein guter Richtwert sind etwa 4-5 Kirschen pro Muffin.

Für die Streusel, Butter in eine große Glasschüssel geben und bei niedriger Hitze in der Mikrowelle schmelzen lassen. Zucker und Mehl hinzugeben und mit dem Rührgerät verrühren, sodass Streusel entstehen. Falls der Teig zu feucht ist und deshalb glatt werden sollte, kann noch mehr Mehl hinzugegeben werden. Die Streusel dann vorsichtig auf den Kirschen verteilen.

Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen in die mittlere Schiene schieben und 25-30 Minuten fertig backen.

Streuselmuffins

In der Zwischenzeit die Blockschokolade grob hacken, in eine Glasschüssel geben und in der Mikrowelle bei niedriger Hitze schmelzen. Immer nur geringe Zeitintervalle eingeben und zwischendurch gut mit einem Löffel verrühren. So brennt die Schokolade nicht an. Die flüssige Schokolade dann in einen kleinen Brotzeitbeutel oder Gefrierbeutel geben und vorsichtig eine kleine Ecke abschneiden. Die fertig gebackenen Muffins mit der Schokolade verzieren.

Ich finde, die Streusel-Muffins mit Kirschen sehen so gut aus, dass sie problemlos mit jedem aufwändig dekoriertem Cupcake mithalten können. Und die Kirschen verleihen den Muffins nicht nur eine feine Fruchtnote, sondern halten sie auch wunderbar saftig. Sahne-Topping? Unnötig!😉

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Und da die Streuselmuffins so süß und lecker sind, eignen sie sich perfekt als kleine Schleckerei zum Nachmittagskaffee. Daher schwupp mit euch, zur Tea Time von TheBakery2Go.

Probierts unbedingt mal aus. Macht sich natürlich auch gut auf eurer Ostertafel.

Eure Marion

Mohnwaffeln mit Sauerkirschen

So ein Waffeleisen ist schon was Feines. Ich hatte ja laaange Zeit keines und habe neidvoll die vielen Waffelbilder auf anderen Blogs bestaunt. Irgendwann hat es mein Freund wohl nicht mehr ausgehalten. Jedenfalls habe ich jetzt auch ein Waffeleisen.😀

Am Sonntag zum Frühstück wurde es eingeweiht. Es gab eine süße Waffel-Kreation mit Mohn und Sauerkirschen. Ein Glücksgriff, der gleich verdächtig nach Lieblingswaffelrezept schmeckt. Die Waffeln sind richtig schön fluffig und gleichzeitig knusprig geworden. Und der Mohn macht sich wirklich richtig gut –vor allem in Kombination mit den Kirschen!

Waffeln mit Kirschen

Für zwei Personen (ca. 5 Waffeln)

  • 1 Ei
  • 50 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 100 g Mehl
  • 20 g Mohn
  • 1 TL Backpulver
  • 100 ml Milch
  • ½ Glas Sauerkirschen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Das Ei trennen und zunächst das Eiweiß steif schlagen. Anschließend Butter, Zucker und Salz zum Eigelb geben und ebenfalls mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Mehl, Mohn und Backpulver in einer Schüssel vermischen und abwechselnd mit der Milch zum Teig rühren. Zum Abschluss vorsichtig den Eischnee unterheben.

Das Waffeleisen mit etwas Butter gleichmäßig dünn einfetten. Anschließend vorheizen, bis die Platten heiß genug sind. Jeweils knapp 2 EL Teig in die Mitte des Waffeleisens geben, kurz fest zudrücken und die Waffeln nach gewünschtem Bräunungsgrad fertig ausbacken. Die Backzeit variiert je nach Waffeleisen. Vorsichtig herausnehmen und die nächsten Waffeln backen. Das ganze Wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Zwischen den einzelnen Waffeln ist es normalerweise nicht nötig, das Waffeleisen nochmals einzufetten.

Waffeln

Ein halbes Glas Sauerkirschen ohne Flüssigkeit in eine Schüssel umfüllen und in der Mikrowelle erhitzen. Die fertigen Waffeln auf Tellern anrichten, die Sauerkirschen darüber verteilen und mit Puderzucker bestäuben.

Sofort servieren, solange die Waffeln noch warm sind und ganz frisch und knusperig genießen. Ich glaube, ein Sonntag kann kaum besser anfangen. Oh, wie hab ich es nur so lange ohne Waffeleisen ausgehalten?!…😉

Eure Marion

Süßkartoffel-Süppchen mit Rosenkohl

Zurzeit macht der Februar dem April gehörig Konkurrenz. Heiter Sonnenschein und über 15 Grad heute, unangenehmer Schneeregen und Kälte morgen. Gar nicht so einfach, die tristen Tage dann wieder zu ertragen. Vor allem dann, wenn man morgens freudig die Sonnenbrille eingepackt hat und abends nass und durchgefroren nach Hause kommt. Da brauchts dann schon ein kulinarisches Highlight, das über die fehlenden Sonnenstrahlen hinweg tröstet. Ein kräftiges Süßkartoffelsüppchen zum Beispiel. Bei mir hats auf jeden Fall geholfen😉 Vor allem in Kombination mit gebackenem Rosenkohl aus dem Ofen. Sooo viel besser als gekocht! Und so knackig grün eignet sich Rosenkohl toll als Suppeneinlage.

Ofenrosenkohl

Für 2 Portionen Suppe:

  • 300 g Süßkartoffeln
  • 250 g Karotten
  • ½ Zwiebel
  • ½ l Gemüsebrühe
  • 1 EL Rapsöl, nussig

Für die Ofen-Rosenkohl Einlage:

  • 200 g Rosenkohl
  • 1 EL Rapsöl, nussig
  • 1 EL Balsamico
  • Salz, Pfeffer

Für die Suppe die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Süßkartoffeln und Karotten schälen und ebenfalls würfeln. Die äußeren, welken Blätter der Rosenkohl-Röschen entfernen und den Stunk abschneiden. Die Röschen anschließend vierteln, in eine Schüssel geben und etwas Öl, dunklen Balsamico, Salz und Pfeffer dazu geben. Alles gut verrühren, bis der Rosenkohl gleichmäßig mit der Marinade benetzt ist. Anschließend beiseite stellen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Dann die gewürfelten Süßkartoffeln und Karotten hinzugeben und einige Minuten weiter dünsten. Schließlich mit einem halben Liter Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen. Das Gemüse etwa 20 Minuten zugedeckt kochen lassen.

Den marinierten Rosenkohl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, gleichmäßig verteilen und ebenfalls rund 20 Minuten lang backen.

Nach der Kochzeit die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Wenn die Flüssigkeit zu dick ist, kann jetzt noch Wasser hinzugegeben werden, bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist. Nochmals kurz pürieren.

Anschließend auf zwei Tellern verteilen und mit dem gebackenen Ofen-Rosenkohl garnieren. Heiß servieren.

Suppe_Suesskartoffel-Rosenkohl

Bewusst genießen und schon ist das Schmuddelwetter vergessen. Überhaupt kann man den grauen Regentagen auch Gutes abgewinnen: Wer will denn schon auf kuschelige Filmabende und heiße, kräftigende Suppen verzichten?😛

Eure Marion